ANgeDACHT - Feenglanz

Pfrn. Irene Konrad
Bildrechte: Pfr. Hanns-Martin Hager

Gehören Sie zu den Menschen, die am Abend „Rückschau“ halten?  Rückschau auf den vergangenen Tag? Viele Menschen machen das, am Abend noch einmal zurückschauen…

Manche weil sie sich geärgert haben – am Abend kommt noch einmal der ganze Zorn hoch … so ein Mist war das heute…

Manche sind vielleicht niedergedrückt von Sorgen. Eine schlimme Sache lastet auf ihnen wie ein schwerer Stein. O Gott, wie soll das bloß weitergehen ?...  Alles ist überschattet und dunkel…

ANgeDACHT - Unsere Wunden

Pfarrerin Birgit Schiel
Bildrechte: beim Autor

Durch unsere Wunden tritt Gott in die Welt - warum es wichtig ist, dass der Auferstandene die Wundmale trägt.

Heutzutage haben die Menschen oft einen Widerwillen gegen eine Abbildung vom leidenden Gekreuzigten am Kreuz.  Für mich ist das ein Symptom dafür, wie wir mit unseren eigenen Wunden umgehen: Bitte nicht ansehen!

ANgeDACHT - Vergiss nicht

Pfr. Martin Dubberke vor der Johanneskirche in Partenkirchen
Bildrechte: Martin Dubberke

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht,
was er dir Gutes getan hat.
Psalm 103, 2

Drei Stichworte fallen mir sofort ins Auge:

  • Lobe den Herrn
  • meine Seele
  • dir Gutes getan

Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich in letzter Zeit immer wieder Menschen begegne und auch in manchen Gesprächen zuweilen diese Fassung höre:

„Klage dem Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Schlechtes getan hat.“

ANGeDACHT - Das Prinzip Hoffnung

„Wer sind wir? Wo kommen wir her? Wohin gehen wir? Was erwarten wir? Was erwartet uns? Viele fühlen sich nur als verwirrt. Der Boden wankt, sie wissen nicht warum und von was. Dieser ihr Zustand ist Angst, wird er bestimmter, so ist er Furcht. Einmal zog einer weit hinaus, das Fürchten zu lernen. Das gelang in der eben vergangenen Zeit leichter und näher, diese Kunst ward entsetzlich beherrscht. Doch nun wird … ein uns gemäßeres Gefühl fällig. Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen.“ 

ANgeDACHT - Anfassen oder vertrauen?

Pfr. Martin Dubberke vor der Johanneskirche in Partenkirchen
Bildrechte: Martin Dubberke

Wie halten Sie, wie haltet Ihr es eigentlich mit Götzen? Habt Ihr welche?

Es gibt ja auch noch das wunderbare Wort „ergötzen“ – Ich ergötze mich an Deinem Anblick oder einem köstlichen, erfrischenden Eis. Ergötzen, also jemandem Spaß, Vergnügen oder Freude bereiten oder selbst an etwas Vergnügen haben. Ich ergötze mich an der Treue und Liebe Gottes. Das ist doch etwas, wo man gleich spürt, dass da lustvolle, fröhliche Kraft dahintersteckt. Also, woran ergötzen wir uns so?

ANgeDACHT - Und was macht eigentlich der Heilige Geist so?

Pfarrerin Birgit Schiel
Bildrechte: beim Autor

Jesus kann man sich ja noch irgendwie vorstellen. Gott ist schon schwieriger, aber auch der hat innerhalb der Trinität Züge einer Person: sei es als alter Mann, König, Hirte, oder sonstwas Vorstellbares.

Aber beim Heiligen Geist hört bei vielen Menschen dann endgültig die Phantasie auf. Wie soll man sich das Brausen vom Himmel, die Feuerzungen auf den Köpfen der Apostel, wie soll man sich eine so abstrakte Kraft vorstellen?

ANgeDACHT - Grün ist die Hoffnung

Was für ein Grün! Die Farbe der Buchenblätter im Frühsommer begeistert mich. Als hätte jemand die Natur mit einem grünen Leuchtstift koloriert. Grün ist Wachstum und Leben, Kraft und Energie. Das spüren Menschen aller Zeiten und Kulturen: Hildegard von Bingen sprach schon im 12. Jahrhundert von der heilsamen „Grünkraft“. In Japan werden Menschen auf Krankenkassen-Kosten zum „Waldbaden“ geschickt. Wenn ich in meiner Freizeit rausgehe „ins Grüne“, ist das für mich eine Zeit bewusster Erholung.

ANgeDACHT - HERR, neige mein Herz nicht zum Bösen!

Pfr. Martin Dubberke vor der Johanneskirche in Partenkirchen
Bildrechte: Martin Dubberke

Dieser Tage bin ich über einen Vers des Propheten Daniel 9,7 gestolpert: Du, HERR, bist gerecht, wir aber müssen uns heute alle schämen.

Hier geht es um ein großes Schuld- und Sündenbekenntnis, die Scham für das eigene Fehlverhalten, sich nicht an die Spielregeln Gottes gehalten zu haben, die den Menschen, also uns, von den Propheten in regelmäßigem Nachhilfeunterricht samt Konsequenzen vorgebetet worden sind und werden.

Und sogleich kam mir mal wieder Psalm 141,4 in den Sinn: